Behandlungskonzepte für die häufigsten
orthopädischen Indikationen

Diese sind leitlinienkonform bzw. gemäß den Therapiestandards der DRV-Bund für AHB-Verfahren strukturiert.
1 Arthrose
(Behandlung vor und nach Implantantion einer Hüft-, Kniegelenk- oder Sprunggelenk-Totalendoprothese, Zustand nach Osteosynthesen im AHB- und AR-Verfahren)
Rehaziele:
- Schmerzlinderung bzw. Schmerzfreiheit
- Abschwellung
- Aufschulung der gelenkführenden Muskulatur
- Funktionsverbesserung durch Kontrakturbehandlung
- Verbesserung der Gelnkbeweglichkeit
- Wiedererlangung der Leistungsfähigkeit
Multimodales Behandlungskonzept:
- Medikamentöse Schmerztherapie
- Physiotherapie
- Physikalische Therapie
- Psychologische Schmerzbewältigung
- Entspannungstherapie
- Muskelaufbautraining mit elektronischer Leistungsdiagnostik
- Ergotherapie
- Patientenschulung und Seminare
Das oben genannte Therapiekonzept wird entsprechend modifiziert, auch für Frakturen der oberen/unteren Extremität, die osteosynthetisch stabilisiert sind, sowie für Bandverletzungen am Kniegelenk und Umstellungsosteatomien eingesetzt.
2 Lumbalgie/Lumboischialgie
(Zustand nach Bandscheibenoperationen, Bandscheibenprothesenimplantation oder Versteifungsoperationen an der Wirbelsäule, koservative Behandlung nach Bandscheibenvorfällen)
Rehaziele:
- Schmerzlinderung bzw. Schmerzfreiheit
- Muskuläre Stabilisierung der Wirbelsäule
- Haltungsschulung und aktive Verbesserung der Fehlstatik
- Vermittlung rückenschonenden Verhaltens
- Verbesserung der Gesamtbeweglichkeit der Wirbelsäule
- Erlernen eines eigenen physiotherapeutischen Übungsprogramms für das Training zu Hause
Multimodales Behandlungskonzept:
- Medikamentöse Schmerztherapie
- Physiotherapie
- Physikalische Therapie
- Psychologische Schmerzbewältigung
- Entspannungstherapie
- Muskelaufbautraining mit elektronischer Leistungsdiagnostik
- Ergotherapie
- Patientenschulung und Seminare
Entsprechend den o. g. Therapiekonzepten werden die Konzepte für weitere Rückenleiden, wie z. B. Spondylolisthesis, Skoliose und Osteoporose individuell modifiziert.
3 HWS-Syndrom
(Zustand nach Bandscheibenoperationen, Prothesenimlantation oder Versteifungsoperationen, konsevative Behandlung nach Bandscheibenvorfällen)
Rehaziele:
- Schmerzlinderung, Schmerzfreiheit
- Muskuläre Stabilisierung der Wirbelsäule
- Funktionelles Training der Nacken- und Halsmuskulatur
- Haltungsschulung und aktive Verbesserung der Fehlstatik
- Schulung der Körperwahrnehmung
Multimodales Behandlungskonzept:
- Medikamentöse Schmerztherapie
- Physiotherapie
- Physikalische Therapie
- Psychologische Schmerzbewältigung
- Entspannungstherapie
- Muskelaufbautraining mit elektronischer Leistungsdiagnostik
- Ergotherapie
- Patientenschulung und Seminare
4 Schulterläsionen
(Zustand nach Schulteroperationen: z.B. RM-Ruptur, Schulter-TEP, Bursitis Calcarea)
Rehaziele:
- Schmerzlinderung bzw. Schmerzfreiheit
- Muskuläre Aufschulung der Schultergürtel- und Armmuskulatur
- Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit
- Wiedererlangung eingeschränkter oder verloren gegangener Funktionen
- Kompensation von Funktionseinschränkungen
Multimodales Behandlungskonzept:
- Medikamentöse Schmerztherapie
- Physiotherapie
- Physikalische Therapie
- Psychologische Schmerzbewältigung
- Entspannungstherapie
- Muskelaufbautraining mit elektronischer Leistungsdiagnostik
- Radiale Stoßwellentherapie
- Ergotherapie
- Patientenschulung und Seminare
5 Amputation und Teilamputation der oberen/unteren Extremität
Rehaziele:
- Ödemreduktion –Entstauung
- Psychische Stabilisierung
- Kräftigung der erhaltenen Extremitäten
- Verbesserung des Allgemeinzustandes
- Training von Alltagssituationen (Transfer, Ankleiden, Hygiene, allgemeine Mobilisierung)
- Training von Kompensationsmechanismen
- Feststellen der Prothesenversorgungsfähigkeit
Multimodales Behandlungskonzept:
- Sichere Mobilisation mit der Prothese
- Erlernen des selbstständigen Prothesenan- und ausziehens
- Erlernen der selbstständigen Stumpf- und Prothesenhygiene
- Vermittlung von Informationen über Problemsituationen mit der Prothese
- (Passfähigkeitsprobleme, Komplikation technische Arbeitsweise der Prothese, Verhalten bei technischen Defekten etc.)
- Erarbeiten eines möglichst nicht eingeschränkten Alltagsverhaltens
- Einübung und Beratung im Hinblick auf Fahrtauglichkeit, Pkw gehört zu einem der wichtigsten Lebensbereiche.
- Psychologische Stärkung in der Verarbeitung
- Entspannungstherapie
- Muskelaufbautraining mit elektronischer Leistungsdiadnostik
- Zusammenarbeit mit einer Vertragswerkstatt für Orthopädietechnik und Orthopädieschuhtechnik
Unser Behandlungsspektrum umfasst auch chronische Schmerzzustände bei degenerativen Wirbelsäulen- bzw. Extremitätengelenkerkrankungen, Osteoporose und ihre Folgeerkrankungen.


