Kleines Lexikon der physikalischen Therapie

Artromot


Der Atromot ist eine motorisierte Bewegungsschiene zur kontinuierlichen passiven Bewegung des Knie- und Hüftgelenks (Beinschiene) oder des Schultergelenks (Armschiene).

Aquahealing


Förderung der Tiefenentspannung, um innere Blockaden zu lösen sowie das Lernen von „Loslassen“ und „Zulassen“.
Aquahealing wird als Einzeltherapie oder als Gruppe (bis 12 Teilnehmer) angeboten und dauert eine halbe Stunde.

Bindegewebsmassage (Dicke und Teirich- Leube)


Durch manuellen Reiz, der segmental im Bindegewebe gesetzt wird, kommt es zur vegetativen Umstimmung der gestörten Organfunktion.

Bioptron


Bioptron bedeutet linear polarisiertes Licht.

Wirkung:
Bioptron Licht kann ca. 1-2 cm tief in das Gewebe eindringen. Die elektrische Ordnung an den Oberflächen der Zellen wird wiederhergestellt. Unter dem Einfluss des Bioptronlichtes vermehren sich die T- Lymphozyten.

Dynamischer Strom (n. Barnard)


Gemeinsame Anwendung bzw. Überlagerung zweier Stromarten:
a) Galvanischer Strom
b) Impulsstrom (gleichgerichtete Sinushalbwellen 50 – 100 Hz), Frequenzmodulation,kein Gewöh-nungseffekt.

Wirkung:
Analgetische, resorbtionsfördernde, sympathikus- dämpfende, trophikverbessernde Wirkung, muskeldetonisierende Wirkung.
Gerät: Therapie Neuroton 827.

Fußreflexzonentherapie


Die Hauptwirkung der Fußreflexzonentherapie ist im Gegensatz zur klassischen Massage nicht die lokale mechanische Massagewirkung, sondern die Fernwirkung auf die nervös-reflekrorisch korrespondierenden im Verhältnis zur Haut entfernt befindlichen Innenorgane, die dadurch gereizt, angeregt, entkrampft, besser durchblutet und somit funktionsverbessert werden.

Gleichstromtherapie – Galvanisation


Konstanter Gleichstrom (gleich bleibende Intensität, Spannung und Stromrichtung) zur therapeutischen Anwendung.

Hydroelektrisches Voillbad (Stangerbad)


Gesamtkörperanwendung (600 l Wannenvolumen); Wannenseiten, Fuß- und Kopfende mit Elektroden versehen; durch verschiedene Elektrodeneinstellungen sowie Zusatzelektroden können neben Ganzanwendungen verschiedene Körperabschnitte intensiv behandelt werden.

Nur galvanischer Strom:
Komplex durch physikalischen und chemischen Effekt des Wassers und des galvanischen Stroms. Analgesierende, hyperämisierende, tonusregulierende Effekte (je nach Schaltung), die durch pharmakologische Wirkung (Iontophorese) verstärkt werden kann.

Hochfrequenztherapie


Radarwelle 12 cm (Radiotherm)
Selektives Tiefenwärmeverfahren durch Wandlung elektrischer Energie in Wärme (elektronische Wellen).
Die Wirkung besteht in Stoffwechselsteigerung durch hyperämisierende und zirkulatorische Wirkung, Analgesie und Steigerung der Leistungsgeschwindigkeit peripherer Nerven.
Gerät: Sirtherm-UHF

Hydro-Massage


Die Hydro-Massage ist eine mechanische Ganz- oder Teilmassage durch gezielte Wasserkraft. Warme Wasserstrahlen treffen in gleichmäßigen Bewegungen auf die Unterseite der Liegefläche und massieren den Körper.

Inferenzstromtherapie


Zwei mittelfrequente (Wechselstrom 4.000 – 4.100 Hz) werden in unterschiedlicher Ausgangsfrequenz angelegt, so dass sie sich am Krankheitsort kreuzen, beide Mittelfrequenzströme überlagern sich hier, es entstehen Schwebungen, bzw. eine Schwebungsfrequenz. Diese wird als amplitudenmodulierte Impulsfrequenz wirksam (0-100 Hz), die polare Reizwirkung auf die Haut ist reduziert.

Wirkung:
Muskeldetonisierende, hypermänisierende, analgesierende Wirkung; Reflexzonenapplikation zur Beeinflussung innerer Organe ist möglich, Erregbarkeit auf quergestreifte, denervierte Muskulatur ist zu beobachten.
Gerät: Sterodynator, Duodynator

Individualanleitung Bürstenmassage


Die Rehabilitanden erhalten eine Einweisung zur Bürstenmassage, die sie anschließend selbständig ausführen können, da ihnen auch eine schriftliche Anleitung und eine Bürste mit Naturborsten zur Verfügung gestellt werden.

Wirkung:
Bürsten regt das Herzkreislaussystem an und fördert die Durchblutung der Haut. Es verbessert die Elastizität der Haut und fördert außerdem den Abfluss von Flüssigkeit. Durch die verbesserte Durchblutung an der Hautoberfläche wird der Blutdruck bei funktioneller (essentieller) Hypertonie gesenkt.

Iontophorese


Mittels galvanischen Strom oder eines dynamischen Stroms werden Medikamente über die intakte Haut in den Körper gebracht, Verschiebung des Ionenmilieus im Behandlungsbereich.

Wirkung:
Je nach Medikament und Stromform, Anwendung bei lokalisierten, relativ oberflächlichen Erkrankungen, kaum Tiefenwirkung.

Infrarot-Kabine


Therapieform in einer Kabine, die mit Infrarotstrahlen auf 50° C erwärmt wird.

Wirkung:
Förderung der Mehrdurchblutung, Linderung von Schmerzen und Lösen von Verspannungen.

Lymphdrainage und komplexe physikalische Entstauungstherapie


Die Wirkungen der manuellen Lymphdrainage sind im Wesentlichen:

1. Verbesserung der Lymphbildung
2. Verschiebung von Lymphe und Gewebsflüssigkeit
3. Steigerung der Lymphangiomotorik
4. Lockerung von fibrotisch verändertem Bindegewebe
5. Erhöhung des Lymphzeitvolumen kranker Lymphgefäße

Magnetfeld-Therapie


Eine elektrische Spule von 50 cm Durchmesser erzeugt in ihrem Inneren ein annähernd homogenes Magnetfeld von max. 10 mt in Impulsspitzenwert.

Wirkung:
Die pulsierenden Magnetfelder durchdringen den Körper vollständig, die Magnetpulstation beeinflusst die Ionen in den Zellen und in dem kolloidalem System, die Durchblutung der Gefäße wird verbessert, der Sauerstoff im Gewebe steigt bis zu 200% an.

Massagen


Die Wirkung von Massagen beruht auf dem mechanischen Reiz zum einen direkt der Haut, Unterhaut, Muskulatur, Bindegewebe und deren Nerven, Blut- und Lymphgefäße. Es gibt aber auch eine indirekte Fernwirkung über cutivisceralen Reflexionsbogen auf Gewebe und Organe.
Detonisierende, rückstromfördernde, sekretlösende Wirkung. Zerkleinerung von Gelosen, Lösungen von bindegewebigen Verklebungen, Verbesserung der Trophik.

Nordic Walking


Nordic Walking bedeutet Laufen bzw. Gehen mit Stöcken.
Die Rehabilitanden sollen in den Gruppentherapien die Grundtechnik erlernen, um ein optimales Behandlungsergebnis zu erreichen. Hierbei können auch eventuell bereits erworbene Kenntnisse vertieft bzw. verfeinert.

Das Ziel beim Nordic Walking ist, so viele Muskelgruppen wie möglich anzusprechen und zu trainieren, ohne die Gelenke zu stark zu belasten.
Der Kurs beginnt mit einem Vortrag mit Stockkunde für jeden Teilnehmer.
Die Rehabilitanden erlernen im Einzelnen:

  • das funktionelle Gehen
  • die Stockkontrolle
  • die Bewegungsspielräume
  • die koordinierte Fußarbeit

Wirkung:
1. Grund-Basiskurs
Durch das langsame aber intensive Bewegen und Gehen mit den Stöcken erreicht man eine höhere Fettverbrennung und einen optimalen Bewegungsablauf, der die meisten Muskeln anspricht.
2. Aufbaukurs
Zur Leistungssteigerung sind schnelle Bewegungen nötig, um eine höhere Herzfrequenz zu errei-chen.

Reizstromtherapie


Mit Stromformen aus Niederfrequenzbereich wird eine Reizwirkung auf das Nerven- Muskelsystem ausgeübt (Einzelimpulse- selektive Muskelreizung)

Wirkung:
Atrophieverhinderung, komplexe neuromuskuläre Reizwirkung im Sinne einer Zwangsinnervation, Hyperämisierung, Trophikverbesserung.
Gerät: Neuroton 826

Schwellstromtherapie


Form der Reizstromtherapie nicht denervierter, aber geschwächter Muskulatur (Paresen). Faradische Reizung mit an- und absteigender Modulation.

Wirkung:
Übender Effekt auf die Muskulatur (Elektrogymnastik) ahmt die physiologischen Verhältnisse einer Wilkürinnervation des Muskels nach, Kräftigung geschwächter Muskulatur, außerdem Muskeltonusregelung.
Gerät: Neuroton 826

Terrainwanderung


Zu Förderung der Kontakte unter den Rehabilitanden und zur Überwindung von Ängsten, allein die Umge-bung zu erkunden. Die Wanderung dauert eine Stunde mit maximal 12 Teilnehmern und wird einmal wöchentlich angeboten.

Ultraschall- Therapie


Ausnutzung von Schallschwingungen im Ultraschallbereich (800.000 Hz), es handelt sich um längsgerichtete Druckschwingungen, die in Fortpflanzungsrichtung die Materie rhythmisch verdichten und verdünnen, durch die mechanische Wirkung des Vibrationseffektes sowie die Absorbtion der Ultraschallwellen entsteht der Wärmeeffekt (besonders in den Grenzschichten).

Wirkung:
Wärmewirkung, die abhängig ist von der Absorption und Reflektion des US- Energie (Direkter Kontakt des Schallkopfes über Transmissionsgel oder Wasser).
Hyperämie und Stoffwechselsteigerung, Muskeldetonisierung durch Vibration, Trophikverbesserung durch nervale Wirkung, neutrale Fernwirkung durch segmentale Behandlung.
Außerdem Kombination mit diadynamischem Strom (Trigger Points).
Gerät: Sodynator 834 U, Impulsaphon U. M 100.

Ultrareizstrom Therapie (Träbertstrom)


Rechteckimpulsstrom von 140 Hz, der wegen seines massierenden Effekts auch als Reitzstrommassage bezeichnet wird.

Wirkung:

Stark analgesierend, Hyperämisierung auch tiefliegender Gewebe durch vasomotorische Reaktionsabläufe, Zirkulationsverbesserung und Muskeldetonisierung wurden nachgewiesen.
Gerät: Neuroton 826 /827

Unterwasserdruckstrahlmassage


Gezielte Anwendung eines gebundenen Wasserstrahls, der in einem Vollbad (500-600 L) unter dem Was-serspiegel mit variierbarem Druck auf dem Körper zur Anwendung kommt.
Die thermische, sowie rhythmische Wirkung und der Auftrieb des Wassers führen zur optimalen Muskel-spannung. Der Druckstrahl provoziert eine Muskeldurchblutung, löst Verklebungen und Gelosen, wirkt de-tonisierend

Wärmepackung


Den Kern der Packung bildet ein feines, trockenes Pulver, hergestellt aus Paraffin und Silikat, das die Eigen-schaft besitzt, Wärme zu speichern.
Die Packungen werden im Wärmeschrank auf 70°C erwärmt. Nach der Entnahme und Abkühlung auf ca. 52°C wird die Packung mit einem Baumwolltuch abgedeckt und angelegt. Die Temperatur wird etwa eine Stunde gehalten.
Die Wirkung beruht auf Thermik, die von der Wärmekapazität und Wärmeleitfähigkeit abhängig ist.
Aktive Mehrdurchblutung der Hau, Entspannung der Muskulatur, Verbesserung der Trophik.

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