Prof. Otto im Gespräch mit Kollegen

Lebensmut trotz neurogener Blasenfunktionsstörung

Urologische Rehabilitation für Patienten mit neurogenen Blasenfunktionsstörungen


Wir, das Team aus Mitarbeitern des Urologischen Kompetenzzentrums für die Rehabilitation, möchten deshalb dafür Sorge tragen, dass Sie den Urin wieder angemessen entleeren können. Im Rahmen einer stationären Rehabilitationsmaßnahme wollen wir dieses Ziel gemeinsam mit Ihnen erreichen. Während Ihres Aufenthaltes in der Rehabilitationsklinik werden durch entsprechende Behandlungsmaßnahmen die Blasenfunktion und die Blasenentleerung wieder so verbessert, dass die Teilhabe am normalen gesellschaftlichen Leben für Sie wieder möglich wird. Um dieses Ziel zu erreichen, steht Ihnen ein Team aus 18 Fachärzten für Urologie, zwei Internisten und ein Allgemeinmediziner sowie sechs Psychologen, 24 Physiotherapeuten, vier Ergotherapeuten und sieben Mitarbeitern der physikalischen Therapie zur Verfügung.

In unserem Kompetenzzentrum stehen alle Möglichkeiten zur exakten Diagnostik der zugrundeliegenden Ursachen der Blasenfunktionsstörung zur Verfügung, um diese dann fachspezifisch behandeln zu können. In vielen ausführlichen Beratungsgesprächen werden wir uns Zeit für Sie nehmen, um Ihnen in aller Ruhe angemessen unsere ganzheitlichen Therapiekonzepte näher zu bringen und Sie dann entsprechend zu behandeln. Dabei führen wir die Behandlung angepasst an Ihre individuellen Bedürfnisse durch. Sie werden in unserem Sprechstundensystem individuell im Zuge von Einzelsprechstunden von „Ihrem Arzt“, der sich auf Ihre Bedürfnisse konzentriert, behandelt.

Behandlungsschwerpunkte

Blasenfunktionsstörungen bei neurogener Grunderkrankung

Mögliche Grunderkrankungen und Symptomatik:

  • Detrusorhyperaktivität
  • Morbus Parkinson
  • Multiple Sklerose
  • Demenzielle Syndrome
  • Zerebrovaskuläre Ereignisse
  • Pollakisurie (häufige Entleerung kleiner Harnmengen)
  • Dysurie (erschwerte schmerzhafte Blasenentleerung oft in Verbindung mit Pollakisurie)
  • Nykturie (vermehrtes nächtliches Wasserlassen)
  • Restharnbildung
  • Inkontinenz
  • Detrusor-Sphinkter-Dyssynergie ( DSD )
  • Komplette Querschnittslähmung
  • Multisystematrophie
  • Häufig unterbrochener Harnstrahl und Startschwierigkeiten (Blasennystagmus)
  • Erhöhte Restharnmengen und dadurch rezidivierende Harnwegsinfekte
  • Nierenparenchymschäden
  • Hypokontraktiler Detrusor
  • Polyneuropathie
  • Bandscheibenprolaps
  • Guillian Barré – Syndrom
  • Iatrogen
  • Operationen
  • Infektionen
  • Schwacher Harnstrahl
  • Restharngefühl
  • Hypoaktiver Sphinkter
  • Operationen im Becken
  • Periphere Läsionen

Behandlungskonzept

Unser Behandlungskonzept bei hypo- und akontraktilem Detrusor zielt auf Patienten, die im Rahmen ihrer neurogenen Blasenfunktionsstörung unter

  • einer Überlaufinkontinenz
  • einer deutlichen Restharnbildung/Harnretention
  • rezidivierenden Harnwegsinfekten
  • Pollakisurie mit Restharnbildung
  • Störung der Stuhlentleerung
  • Belastungsinkontinenz bei neurogenen Störungen

leiden.

Diese zunächst klinisch auffälligen Probleme werden begleitet von rezidivierenden Schmerzen, psychischer Belastung bis hin zur manifesten Depression sowie Unsicherheit im Umgang mit den beschriebenen Funktionsstörungen. Letztlich besteht zusätzlich eine Unsicherheit hinsichtlich evtl. bestehenden Gefahrenpotentials (z.B.Harnwegsinfekte und Bedrohung der Nierenfunktion) unter den o.g. Störungen.
Das UKR bietet ein spezielles Therapiekonzept für die Besonderheiten dieser belasteten Patienten unter Zielsetzung der Verminderung der Blasenfunktionsstörung und dem Erreichen einer verbesserten Lebensqualität.

Hyperaktive Blasenfunktionsstörung

Im Rahmen einer hyperaktiven Blasenfunktionsstörung findet sich

1. Unwillkürlicher Urinverlust
2. Pollakisurie
3. Persistierende Drangsymptomatik
4. Verminderte Blasenkapazität mit Möglichkeit der Störung im oberen Harntrakt
5. Nierenfunktionseinschränkungen
6. Detrusor-Sphinkter-Fehlregulation

Das Ziel der Behandlung in diesem Modul ist die Festlegung eines optimierten Blasenspeicher- und -entleerungskonzeptes zum Schutz der Nierenfunktion.

  • Eingehende Aufklärung des Patienten über das Gefahrenpotential
  • Optimierung der Lebensqualität durch Verringerung der Drangkomponente und Verringerung des Urinverlustes
  • Optimierung der Blasenspeicherphase und der Blasenentleerungssituation zur Integratio in ein zufriedenstellendes Berufs- und Privatleben

Gemischte Blasenfunktionsstörung

Bei der gemischten Blasenfunktionsstörung leidet der Patient

1. unter Pollakisurie
2. krampfartigen Beschwerden im Unterbauch bis perineal
3. Restharnbildung mit krampfartigen Unterbauchbeschwerden
4. intermittierende Flankenschmerzen
5. intermittierende Harnwegsinfekte
6. Harninkontinenz

Nach Sichtung der bereits vorbestehenden Untersuchungen und Diagnostik erfolgt die Durchführung des Miktionsprotokolls, des Uroflows und des Windeltestes, Sonographie, Urodynamik/Videourodynamik, Zystoskopie. In diesem Modul ist eine intensive Klärung hinsichtlich der Blasenspeicher- und entleerungsfunktion erforderlich.

Kontakt


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Fachklinik für uroonkologische, urologische Rehabilitation und Anschlussheilbehandlung

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Fax: 0 56 21 – 75 11 01

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Zur Herche 2
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